Territories of Ice
6 Werke

Territories of Ice zeigt Eis in seinen unterschiedlichen Zuständen, aufgenommen in Spitzbergen, Island und Patagonien. Gletscherfronten, Eisberge und treibende Schollen tragen Spuren von Druck, Bewegung und Zeit. Was als feste Form erscheint, ist bereits Teil eines Vorgangs: Das Eis bricht, driftet und wird zu Wasser. Jedes Werk hält einen Zustand fest, der so nicht wiederkehrt.
Spitzbergen, 2023. Eine Gletscherfront zieht sich über den ganzen Horizont, durchzogen von rostroten Sedimentlinien. Über ihr steht eine Sturmfront, doch das Wasser darunter bleibt bewegungslos. Das Bild entstand kurz vor dem Wetterwechsel.
Spitzbergen, 2023. Im ersten Licht steht eine hohe Eiswand über dunklem Wasser. Rostrote Sedimentadern durchziehen das tiefe Blau, eine Wolkenbank legt harte Schatten auf die Front. Kompaktes und geborstenes Eis wechseln in klar getrennten Zonen.
Lago Argentino, Patagonien, 2026. Ein grosser Eisberg liegt unter bewegtem Himmel im grauen Seewasser, dahinter eine verschneite Bergkette. Das verdichtete Gletschereis leuchtet in tiefem Blau und zeigt Schichten aus Jahrhunderten. Über ihm ziehen die Wolken in dieselbe Richtung wie das treibende Eis.
Spitzbergen, 2023 Was unten war, ist oben. Die braunen Bänder sind Sedimente, die der Gletscher auf seinem Weg aufgenommen hat; sie zeigen, dass dieser Eisberg aus vielen Schichten und Zeiten besteht.
Spitzbergen, 2023 Ein abgebrochener Eisblock treibt im ruhigen Wasser. Druck hat das Eis über lange Zeit verdichtet, bis es durchsichtig wurde; eingeschlossene Luftblasen und Risse zeichnen seine Entstehung nach.
Arktischer Ozean, 2023. Von oben erscheint ein Schiff inmitten zerbrochener Eisfelder. Es ist das einzige Werk der Serie mit menschlicher Spur. Der schmale Rumpf zwischen den Schollen macht die Grösse des Eises erst messbar.






