Territories of Ice
12 Werke
Territories of Ice zeigt Eis in seinen unterschiedlichen Zuständen, aufgenommen in Spitzbergen, Island und Patagonien. Gletscherfronten, Eisberge und treibende Schollen tragen Spuren von Druck, Bewegung und Zeit. Was als feste Form erscheint, ist bereits Teil eines Vorgangs: Das Eis bricht, driftet und wird zu Wasser. Jedes Werk hält einen Zustand fest, der so nicht wiederkehrt.
Ice Edge
Spitzbergen, 2023.
Eine Gletscherfront zieht sich über den ganzen Horizont, durchzogen von rostroten Sedimentlinien. Über ihr steht eine Sturmfront, doch das Wasser darunter bleibt bewegungslos. Das Bild entstand kurz vor dem Wetterwechsel.
Ice Wall
Spitzbergen, 2023.
Im ersten Licht steht eine hohe Eiswand über dunklem Wasser. Rostrote Sedimentadern durchziehen das tiefe Blau, eine Wolkenbank legt harte Schatten auf die Front. Kompaktes und geborstenes Eis wechseln in klar getrennten Zonen.
Stone in Ice
Lago Argentino, Patagonien, 2026.
Vor der zackigen Front eines Gletschers treibt ein Eisberg mit dunklem Gesteinskern. Das Blau des verdichteten Eises steht gegen das Schwarz des eingeschlossenen Findlings. Der Berg trägt sichtbar mit, was der Gletscher aus dem Fels gelöst hat.
Blue Drift
Lago Argentino, Patagonien, 2026.
Ein grosser Eisberg liegt unter bewegtem Himmel im grauen Seewasser, dahinter eine verschneite Bergkette. Das verdichtete Gletschereis leuchtet in tiefem Blau und zeigt Schichten aus Jahrhunderten. Über ihm ziehen die Wolken in dieselbe Richtung wie das treibende Eis.
Ice as Stone
Spitzbergen, 2023
Was unten war, ist oben. Die braunen Bänder sind Sedimente, die der Gletscher auf seinem Weg aufgenommen hat; sie zeigen, dass dieser Eisberg aus vielen Schichten und Zeiten besteht.
Storm Clouds
Island, 2024.
Ein massiver Eisstrom schiebt sich bis an die Lagune. Schweres, metallisches Licht betont die Front, lose Schollen treiben im Wasser. Über dem Gletscher greifen Form und Wetter ineinander.
Blue Monolith
Lago Argentino, Patagonien, 2026.
Ein einzelner blauer Eisblock steht in dunklem Wasser. Die Form ist zur reinen Silhouette reduziert, ohne Umgebung, ohne Massstab. Das Eis leuchtet aus sich selbst.
Glass Ice
Spitzbergen, 2023
Ein abgebrochener Eisblock treibt im ruhigen Wasser. Druck hat das Eis über lange Zeit verdichtet, bis es durchsichtig wurde; eingeschlossene Luftblasen und Risse zeichnen seine Entstehung nach.
Grey Glacier
Torres del Paine, Patagonien, 2026.
Ein Gletscher schiebt sich zwischen geschichtete Felswände bis an den See. Über der zerklüfteten Eisfläche steigen schneebedeckte Grate auf. Blaues Kerneis tritt dort hervor, wo der Gletscher bricht.
Ice Front
Lago Argentino, Patagonien, 2026.
Die Front eines Gletschers zerfällt in einzelne Türme und Zacken. Blau und Weiss wechseln mit der Dichte des Eises. Vor der Wand treiben die ersten abgebrochenen Schollen im Wasser.
Ice Flow
Island, 2024.
Der Gletscher erscheint als horizontale Schichtung. Linien überlagern sich zu einer fast abstrakten Komposition. Unterschiedliche Blautöne markieren Strömungszonen, die im Stillstand erstarrt sind.
The Passage
Arktischer Ozean, 2023.
Von oben erscheint ein Schiff inmitten zerbrochener Eisfelder. Es ist das einzige Werk der Serie mit menschlicher Spur. Der schmale Rumpf zwischen den Schollen macht die Grösse des Eises erst messbar.